Spiel auf zum Totentanz

Kreativität

Warum die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Tod so relevant ist wie nie und was wir von ihrer Vergangenheit lernen können

Das Phänomen der Totentänze – Darstellungen eines tanzenden Todes, der niemanden verschont, egal wie reich oder jung – nahm im frühen 15. Jahrhundert seinen Anfang, als Kriege herrschten und Seuchen grassierten. Zumindest Letzteres ist auch in Deutschland heute wieder hochaktuell und bei dem zusätzlichen Unheil, das gefühlt von allen Seiten droht – Klimawandel, globale Konflikte, Flüchtlingsströme – scheint einem ein offenerer Umgang mit Morbidität in Kunst und Kultur angemessen.

Vor hunderten von Jahren wurden die Totentänze noch an Friedhofs- oder Klosterwände gemalt, auf vielen hölzernen Tafeln oder auf Wandmalereien in Kirchen dargestellt, befeuerten Bestattungsriten und der Glaube an Geister die Vorstellung, unerlöste Tote könnten nachts auf ihren Gräbern tanzen. 
Doch wie sähe ein heutiger Totenreigen aus, der die Menschen gleichzeitig wachrüttelt, tröstet, zum Nachdenken anregt?

friedlotse hat Fundstücke aus verschiedenen Epochen zusammengetragen und neu kombiniert. Lass dich mitreißen und wage den Tanz.

 

 

Theater Osnabrück: „Danse Macabre“, Fotos: Jörg Landsberg

Hermann Hesse: Narziß und Goldmund

Es war da der Totentanz an eine Mauer gemalt, da tanzte der bleiche knöcherne Tod die Menschen aus dem Leben, den König, den Bischof, den Abt, den Grafen, den Ritter, den Arzt, den Bauern, den Landsknecht, alle nahm er mit, und beinerne Musikanten spielten auf hohlen Knochen dazu auf. Tief sogen Goldmunds neugierige Augen das Bild in sich ein. Da hatte ein unbekannter Kollege die Lehre aus dem gezogen, was er vom Schwarzen Tod gesehen hatte, und schrie die bittere Predigt vom Sterbenmüssen den Menschen grell in die Ohren. Es war gut, das Bild, es war eine gute Predigt, nicht schlecht hatte dieser fremde Kollege die Sache gesehen und hingestrichen, es klang beinern und schaurig aus seinem wilden Bilde. Aber doch war es nicht das, was er selbst, Goldmund, gesehen und erlebt hatte. Es war das Sterbenmüssen, das hier gemalt war, das strenge und unerbittliche. Goldmund aber hätte ein anders Bild gewünscht, ganz anders klang ihm das wilde Lied des Todes, nicht beinern und streng, sondern eher süß und verführend, heimwärts lockend, mütterlich. Da, wo der Tod seine Hand ins Leben streckte, klang es nicht so grell und kriegerisch, es klang auch tief und liebevoll, herbstlich und satt, und in der Todesnähe glühte das Lebenslämpchen heller und inniger. Mochte der Tod für andere ein Krieger, ein Richter oder Henker, ein strenger Vater sein – für ihn war der Tod auch eine Mutter und Geliebte, sein Ruf ein Liebeslocken, seine Berührung ein Liebesschauer.

 

 

Robbie Williams: „Rock DJ“

Ein modernes Beispiel eines Totentanzes ist das Musikvideo zu „Rock DJ“ von Robbie Williams. Der britische Sänger, der sich im Laufe des Videos bis auf die Knochen auszieht, fordert die anwesenden Partygäste buchstäblich zum Tanz mit einem Toten auf. Weiter unten im Artikel findest du noch mehr überraschende Vertreter dieser kulturellen Gattung!  

 

 

Lisa Huber: „Totentanz“, Frank Thürich: „Ein münsterscher Totentanz“

 

Sky Bird: Dem Tod ist’s einerlei 

Dem Tod ist’s einerlei, dem Tod ist’s einerlei, 
ob sie beten oder schrein 
dem Tod ist’s einerlei, dem Tod ist’s einerlei 

Er kommt nicht, um zu strafen, er kommt nicht, um zu strafen 
Und bringt er dich zum Lachen, kannst alles von ihm haben, 
kannst alles von ihm haben 

Dem Tod ist’s einerlei, dem Tod ist’s einerlei, 
drum fürchten wir ihn so, 
macht er uns nicht erst frei, macht er uns nicht erst frei 

Der Tod will keine Seele, und er will auch kein Geld 
Und zwischen seinen Beinen, findest alles was dir gefällt 
Findest alles was dir gefällt 

Mal schickt der Tod Soldaten, mal schickt er Spekulanten 
mal schickt der Tod die Viren, die Pest oder die Beamten 
oder euch, oder mich

 

 

Nikolas Mohr: „Mickey“, Volker Lindenstruth:  „Ein Tanz mit dem Tod auf einem Bein“ 

 

André Heller: Onkel Jakob

Und er tanzte sich hinüber,
aus dem Leben in den Tod,
und er tanzte zwischen Sternen in ein Blau, dann in ein Rot, und er
tanzte bis er stürzte und sein Stürzen ward zum Flug, und er fühlte,
wie man leicht wird ohne jeden Selbstbetrug.

 

Hans Christian Andersen: Die frühen Reisebilder

Das Leben ist wie die Lampe, die auch schon anfängt auszubrennen, wenn sie angezündet wird! So alt wie jeder von euch ist, so viele Jahre habe ich schon mit euch getanzt. Jeder hat seine eigenen Touren, und der eine hält den Tanz länger aus als der andere. Aber die Lichter verlöschen zur Morgenstunde, und dann sinkt ihr alle müde in meine Arme – das nennt man sterben.

 

 

Nowhere Mountain: „Funeral Party“

The Skeleton Dance

Dem bones, dem bones, dem dancing bones
Dem bones, dem bones, dem dancing bones
Dem bones, dem bones, dem dancing bones
Doin' the skeleton dance
The foot bone's connected to the leg bone
The leg bone's connected to the knee bone
The knee bone's connected to the thigh bone
Doin' the skeleton dance
The thigh bone's connected to the hip bone
The hip bone's connected to the backbone
The backbone's connected to the neck bone
Doin' the skeleton dance
Shake your hands to the left
Shake your hands to the right
Put your hands in the air
Put your hands out of sight
Shake your hands to the left
Shake your hands to the right
Put your hands in the air
Wiggle, wiggle, wiggle, wiggle, wiggle
Wiggle, wiggle, wiggle, wiggle, wiggle
Wiggle, wiggle, wiggle, wiggle your knees
Dem bones, dem bones, dem dancing bones
Dem bones, dem bones, dem dancing bones
Dem bones, dem bones, dem dancing bones
Doin' the skeleton dance

 

 

Harald Nägeli Graffitis, Angelika Frey

 

Wolfgang Ambros: Es lebe der Zentralfriedhof

Wann's Nocht wird über Simmering
Kummt Leben in die Toten,
Und drüb'n beim Krematorium tan's Knochenmork ohbrot'n
Dort hinten bei der Marmorgruft, durt stengan zwa Skelette,
Die stess'n mit zwa Urnen on und saufen um die Wette
Am Zentralfriedhof is' Stimmung, wia's sei Lebtoch no net wor
Weu olle Tot'n feiern heite seine erscht'n hundert Johr'
Es lebe der Zentralfriedhof, und seine Jubilare
Sie lieg'n und sie verfeul'n scho durt
Seit über hundert Jahre
Drauß't is' koit und drunt' is' worm
Nur monchmol a bissel feucht
A-wann ma so drunt' liegt, freut man sich, wenn's Grablaternderl leucht'

Rainer Maria Rilke: Der Tod ist groß

Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen
lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns.

 

 

Rodrigo Rodrigues: „Metropolis“

Der expressionistische Stummfilm „Metropolis“ von Fritz Lang aus dem Jahr 1927 stellt den Tod eindrücklich als Sensenmann dar.

 

 

Christian Gürtler: „ad astra“ 

The Rolling Stones: Dancing with Mr. D

One night I was dancing with a lady in black
Wearing black silk gloves and a black silk hat
She looked at me longing with black velvet eyes
She gazed at me strange all cunning and wise
I saw the flesh just fall off her bones
The eyes in her skull was burning like coals
Lord, have mercy, fire and brimstone
I was dancing with Mistress D

Lord, I was dancing, dancing, dancing so free
I was dancing, dancing, dancing so free, oh
Dancing, dancing, dancing so free
Dancing, dancing (good God)
I was dancing, dancing, Lord keep your hand off me

 

 

Hans Neuhauser: „Totentanz“, Herwig Zens „Mumie aus Palermo“, „Der kleine Grazer“,  „Neuer Lübecker Totentanz"

Rainer Maria Rilke: Toten-Tanz

Bald wird ihnen allen zu heiß,
sie sind zu reich gekleidet;
beißender Schweiß verleidet
ihnen Stirne und Steiß
und Schauben und Hauben und Steine;
sie wünschen, sie wären nackt
wie ein Kind, ein Verrückter und Eine:
die tanzen noch immer im Takt.

 

 

Gertrude Degenhardt: „Vagabondage ad mortem“

Iron Maiden: Dance of Death

As I danced with the dead,
My free spirit was laughing and howling down at me.
Below my undead body just danced the circle of dead.

Until the time came to reunite us both,
My spirit came back down to me.
I didn't know if I was alive or dead,
As the others all joined in with me.

When you know that your time has come around,
You know you'll be prepared for it.
Say your last goodbyes to everyone,
Drink and say a prayer for it.

When you're lying in your sleep, when you're lying in your bed,
And you wake from your dreams to go dancing with the dead.

To this day I guess I'll never know,
Just why they let me go.
But I'll never go dancing no more,
'Til I dance with the dead.

 

Johann Wolfgang von Goethe: Totentanz

Der Kirchhof, er liegt wie am Tage.
Da regt sich ein Grab und ein anderes dann:
Sie kommen hervor, ein Weib da, ein Mann,
In weißen und schleppenden Hemden.
Das reckt nun, es will sich ergötzen sogleich,
Die Knöchel zur Runde, zum Kranze,
So arm und so jung, und so alt und so reich;
Doch hindern die Schleppen am Tanze.
Und weil hier die Scham nun nicht weiter gebeut,
Sie schütteln sich alle, da liegen zerstreut
Die Hemdlein über den Hügeln.

 

 

Michael Jackson: „Thriller“ 

Michael Jackson: Thriller

You hear the door slam
And realize there's nowhere left to run
You feel the cold hand
And wonder if you'll ever see the sun

You close your eyes
And hope that this is just imagination, girl
But all the while
You hear a creature creepin' up behind
You're outta time

'Cause this is thriller
Thriller night
There ain't no second chance
Against the thing with the forty eyes, girl

(Thriller, thriller at night)
You're fighting for your life
Inside a killer, thriller tonight

Night creatures callin'
The dead start to walk in their masquerade
There's no escaping the jaws of the alien this time
(They're open wide)
This is the end of your life

 

 

Chemical Brothers: „Hey Boy, Hey Girl“

Joseph von Eichendorff: Der Kehraus.

Es fiedeln die Geigen,
Da tritt in den Reigen
Ein seltsamer Gast,
Kennt keiner den Dürren,
Galant aus dem Schwirren
Die Braut er sich faßt.

[…]

So ging's schon vor Zeiten
Und geht es noch heute,
Und hörest du hell
Aufspielen zum Reigen,
Wer weiß, wem sie geigen –
Hüt' dich, Gesell!

Friedrich Hollaender: Fox macabre

Berlin, dein Tänzer ist der Tod!
Berlin, halt ein, du bist in Not!
Von Streik zu Streik, von Nepp zu Nepp,
bei Mord und Nackttanz und beim Stepp,
du musst dich amüsieren ohne Unterlass!
Berlin, dein Tänzer ist der Tod!
Berlin, du wühlst mit Lust im Kot!
Halt ein! Lass sein! Und denk ein bisschen nach:
Du tanzt dir doch vom Leibe nicht die Schmach,
denn du boxt, und du jazzt, und du foxt, auf dem Pulverfass!

 

 

Jürgen Wenzel, Helm Zirkelbach: „Albstädter Totentanz“ 

Henry Scott Holland

Death is nothing at all.
It does not count.
I have only slipped away into the next room.
Nothing has happened.

Everything remains exactly as it was.
I am I, and you are you,
and the old life that we lived so fondly together is untouched, unchanged.
Whatever we were to each other, that we are still.

Call me by the old familiar name.
Speak of me in the easy way which you always used.
Put no difference into your tone.
Wear no forced air of solemnity or sorrow.

Laugh as we always laughed at the little jokes that we enjoyed together.
Play, smile, think of me, pray for me.
Let my name be ever the household word that it always was.
Let it be spoken without an effort, without the ghost of a shadow upon it.

Life means all that it ever meant.
It is the same as it ever was.
There is absolute and unbroken continuity.
What is this death but a negligible accident?

Why should I be out of mind because I am out of sight?
I am but waiting for you, for an interval,
somewhere very near,
just round the corner.

All is well.
Nothing is hurt; nothing is lost.
One brief moment and all will be as it was before.
How we shall laugh at the trouble of parting when we meet again!

 

 

Daft Punk: „Around the World”

 

Zum Schluss 

Ein Teil der Materialien und Informationen für diesen Artikel wurde friedlotse von der Europäischen Totentanz-Vereinigung zur Verfügung gestellt. Der erfahrene Bestatter und ehemalige Regionaldirektor der Ahorn Gruppe Henry Schuhmacher engagiert sich innerhalb der Vereinigung für die Förderung von Forschung und die Bekanntmachung des Genres.

Schuhmacher sagte friedlotse im Interview: „Die Menschen wollen mit ihrem eigenen Tod oft nichts zu tun haben, schauen sich fremdes Sterben in Form von Nachrichten oder Krimis aber alltäglich im Fernsehen an. Das finde ich absurd. 
Totentänze in ihrer vielfältigen Darstellung – sei es in Literatur, Kunst, Tanz, Film, Grafik oder Musik – fördern eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem eigenen Tod. Die Zeit ist und war immer reif für Totentänze.“ 

Wer mehr erfahren möchte, findet zum Beispiel unter totentanz-online.de einen digitalen Schatz zum Thema. 

 

Medienkonzept und Zusammenstellung: Angelika Frey

Bildquellen (GIFs):

„Triumph des Todes (Die Gerippe spielen zum Tanz)“, Felix Nussbaum, 1944
(Felix-Nussbaum-Haus Osnabrück, Leihgabe der Niedersächsischen Sparkassenstiftung)
* „Danses macabres“, Désirée Wickler, 2007
„Danse Macabre“, Theater Osnabrück, Fotos: Jörg Landsberg
* „Totentanz“, Lisa Huber, 1996-1997 & „Ein münsterscher Totentanz“, Frank Thürich, 2005
* „Mickey“, Nikolas Mohr, 2009 & „Ein Tanz mit dem Tod auf einem Bein“, Volker Lindenstruth
Harald Nägeli Graffiti, Angelika Frey
* „ad astra“, Christian Gürtler, 2006
* „Totentanz“, Hans Neuhauser, 2009 & Herwig Zens „Mumie aus Palermo“, 1993, „Der kleine Grazer“, 1994, * „Neuer Lübecker Totentanz", 2003
* „Vagabondage ad mortem“, Gertrude Degenhardt, 1995
* Jürgen Wenzel & „Albstädter Totentanz“ , Helm Zirkelbach, 2008

* Wir danken dem Vorstand der ETV, Herrn Henry Schuhmacher für die Bereitstellung der Bilder.

Videoquellen:

„Rock DJ“, Robbie Williams, 2004 (Linkabruf am 12.04.2021)
„Funeral Party“, Nowhere Mountain, 2016 (Linkabruf am 12.04.2021)
„Thriller“, Michael Jackson, 1982 (Linkabruf am 12.04.2021)
„Hey Boy, Hey Girl“, Chemical Brothers, 1999 (Linkabruf am 12.04.2021)
“Around the World”, Daft Punk, 1997 (Linkabruf am 12.04.2021)

Literarische Quellen:

„Narziß und Goldmund“ (Auszug), Hermann Hesse, 1930
„Dem Tod ist’s einerlei“ (Auszug), Sky Bird, 1993
„Onkel Jakob“ (Auszug), André Heller, 1991
„Die frühen Reisebilder“ (Auszug), Hans Christian Andersen, erschienen im Kiepenheuer Verlag, 1984
„The Skeleton Dance“, altes Kinderlied, zum Beispiel verfilmt bei Walt Disney, 1929
„Es lebe der Zentralfriedhof“ (Auszug), Wolfgang Ambros, 1975
„Dancing with Mr. D” (Auszug),The Rolling Stones, 1973
„Toten-Tanz“ (Auszug), Rainer Maria Rilke, 1907
„Dance of Death“ (Auszug), Iron Maiden, 2003
„Totentanz“ (Auszug), Johann Wolfang von Goethe, 1813
„Thriller“ (Auszug), Michael Jackson, 1982
„Der Kehraus“ (Auszug), Joseph von Eichendorff, 1838
„Fox macabre“ (Auszug), Friedrich Hollaender, 1920
„Death is nothing at all“(Auszug), Henry Scott Holland, 1909





Zurück

Ähnliche Beiträge

Datenschutzeinstellungen

Datenschutzeinstellungen

Wir setzen Cookies erst, wenn Sie dem zugestimmt haben. Die Cookies helfen uns, unser Angebot zu optimieren. Vielen Dank!

Ich akzeptiere alle CookiesNur essenzielle Cookies akzeptierenIndividuelle Datenschutzeinstellungen

Datenschutzeinstellungen

Hier finden Sie eine Übersicht und Informationen zu allen verwendeten Cookies. Sie können Ihre Einwilligung zu ganzen Kategorien geben oder nur bestimmte Cookies auswählen. Alle Cookies werden anonymisiert.

Zurück | Nur essenzielle Cookies akzeptieren

Essenzielle Cookies (1)

Essenzielle Cookies ermöglichen die vollumfängliche Nutzung der Website.

Cookie-Informationen anzeigen

Statistik (1)

Statistik-Cookies helfen uns zu verstehen, wie Besucher unsere Website nutzen.

Cookie-Informationen anzeigen

Externe Medien (3)

Inhalte von Video- und Social Media-Plattformen werden standardmäßig blockiert. Wenn Cookies von externen Medien akzeptiert werden, bedarf der Zugriff auf diese Inhalte keiner weiteren Zustimmung mehr.

Cookie-Informationen anzeigen